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Einladung zur Performance

... Immer wieder blitzt das Motiv des Tanzes auf, sowohl im Gedicht als auch in Aquarell und Zeichnung. Immer wieder ist die Figur des Unbefugten spürbar, der sich auf „überwache“ Weise die Freiheit nimmt.

Und wenn Neutert das Leben als „Einmaliges unwiederholbares Gastspiel“ tituliert, wie in dem mit ein paar Pinselstrichen hingeworfenen Aquarell von 1985, dann spricht daraus der nachdenkliche Zeitgenosse, der dem gemischten Gefühl von unser aller Endlichkeit mit Gedankenschärfe und Sprachwitz zu Leibe rückt. Und nicht zuletzt rückt einem der Utopist nahe, dessen planetarische Perspektive sich in Collage und Gedicht wünscht, die Erde möge Wasser speien statt Feuer.