Vergangene Ausstellung

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Antlitz/Blickwechsel/Konterfei - HJ porträtiert

03. Dezember 2015 - 30. Dezember 2015
Horst Janssen
Ein Blick, eine kleine Bewegung, ein Blinzeln, ein Zucken um den Mund – gerade diese Feinheiten charakterisieren zwischenmenschliches Potential und sagen oft mehr aus als alle Worte. Horst Janssen (1929-1995) war ein Meister darin diese winzigen charakteristischen Momente seines Gegenübers wahrzunehmen und im Bild festzuhalten. So exzentrisch und skandalös Janssen selbst auch war, so einfühlsam erfasste er seine Mitmenschen. Viele seiner Weggefährten beschreiben die Porträt-Sitzungen als intensive Momente, in denen der Zeichner Janssen in die Seele des Anderen geblickt und diesen Moment auf Papier gebannt habe.

Eine besondere Stellung nehmen im Kontext der Porträts die Kopien ein. Sie alle sind nach historischen Darstellungen bekannter Persönlichkeiten entstanden die Janssen geprägt und beeinflusst haben. Er gibt sie jedoch nicht eins zu eins wieder, sondern gestaltet die Personen nach seinen eigenen Vorstellungen, fügt Details hinzu und schmückt die oftmals rudimentären Vorlagen aus. Damit spiegeln diese Bildnisse immer auch ein Stück des Künstlers wieder, das Zwiegespräch mit dem Antlitz des Anderen beinhaltet immer auch die Begegnung mit sich selbst.

Werke

Rudolf Augstein / 25.5.93, Bleistift und  Pastell auf Papier, 1993, 33 x 47 cm<span class="inquiry_icon tooltipped" data-toggle="tooltip" data-placement="left" data-id="02C0DDB7C58E9AC0BDF4E5D6655BBEDB" title="Anfrage senden"></span>
Rudolf Augstein / 25.5.93
Bleistift und Pastell auf Papier
signiert
1993
33 x 47 cm